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  • Julia Anders

6 Gründe, Yoga zu machen

Yoga findet heutzutage nicht mehr nur im Herkunftsland Indien Anwendung & Anerkennung, sondern wurde in der westlichen Welt zunehmend populärer. Zudem ist Yoga seit den 90er Jahren immer mehr zum Forschungsgegenstand in der Wissenschaft geworden. Ich habe im Folgenden die wichtigsten physischen & psychischen Gründe für & die daraus resultierenden Vorteile des Praktizierens von Yoga zusammengefasst.




1. Yoga lindert Rückenschmerzen


In mehreren Studien fand man heraus, dass Yoga die Rückenschmerzen lindert und die mit den Problemen verbundenen Einschränkungen im Alltag reduziert werden.

"Die Wahrscheinlichkeit einer Besserung des Gesundheitszustandes war dabei bei den PatientInnen, die Yoga praktizierten, mehr als dreimal so hoch wie bei denen, die nicht am Yoga teilnahmen ..."

Quelle: BDY (Hrsg.): "Yoga in Prävention & Therapie. Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme", 01/2019, S. 7.


Es wird zudem betont, dass es irrelevant sei, welche Form des Yogas bei Rückenproblemen gewählt wurde. Auch die Häufigkeit spielt keine zentrale Rolle. Wichtig sei, dass man selbst aktiv wird. Dann können die positiven Effekte sogar bis zu einem Jahr nach dem Yogaprogramm anhalten.



2. Yoga & Brustkrebs


Brustkrebs ist die am meisten diagnositizierte Krebserkrankung bei Frauen. Oftmals leiden Patientinnen physisch und psychisch noch Jahre später nach und auch während der Behandlung.


Indische und US-amerikanische Studien zeigten, dass das Praktizieren von Yoga während der Chemotherapie und Bestrahlung sowohl Erschöpfung, Schlafstörungen, Angst und Depressionen lindern kann. Außerdem konnten die ungewollten Nebeneffekte der Strahlungstherapie wie Übelkeit und Erbrechen gelindert werden.

Außerdem wird betont, dass die Yogapraxis auch nach der Behandlung zu allgemeinem Wohlbefinden und Vitalität führen kann.

"Doch nicht nur das; die Yoga-Praxis konnte sogar die strahlungsbedingte Schädigung des Erbguts verringern, die Therapie wurde also auf vielerlei Ebenen besser vertragen, wenn parallel Yoga unterrichtet wurde."

Quelle: BDY (Hrsg.): "Yoga in Prävention & Therapie. Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme", 01/2019, S. 8.



3. Yoga wirkt stressreduzierend


Schon die berühmte frühindische Schrift Bhagavad Gita besagt, dass Yoga zu einem klaren, ruhigen Geist verhelfen kann. Hier wurden Methoden beschrieben - Atemberuhigung, Reflexion, Meditation - die dem Menschen helfen sollen, nicht unter dem Druck seiner Verantwortung und Aufgaben zusammenzubrechen.

Der "Achtgliedrige Pfad", die Yoga-Sutras, ausgearbeitet von DEM Yogi schlechthin, namens Patanjali, ergänzen schließlich die Schulung des Geistes. Indem man sich die eigenen Denkweisen sowie Gefühls- und Verhaltensmuster bewusst macht, kann hinterfragt werden, ob diese das Wohlbefinden steigern oder blockieren. Mehr noch: Wesentliches wird von Unwesentlichem getrennt, Prioritäten werden gesetzt, neue Muster können trainiert und das Gehirn auf diese Weise neu strukturiert werden.


Eine Studie aus den USA fand heraus, dass Yoga eine Steigerung von Telomerase-Aktivität im Körper bewirkt. Die Telomerase ist ein körpereigenes Enzym des Zellkerns, welches aus einem Protein- (TERT) und einem langen RNA-Anteil (TR) besteht und somit ein Ribonukleoprotein ist. Dieses Enzym stellt die Endstücke der Chromosomen, die sogenannten Telomere, wieder her. Telomerase wirkt der Zellalterung entgegen. Um die Telomere zu verlängern, sollte man auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige sportliche Aktivität achten. Chronischer Stress verringert jedoch die Aktivität des Enzyms, sodass psychische Störungen und ein schnelleres Ableben die Folge sind. Dass Yoga als stressreduzierende Aktivität diesem Verlauf entgegenwirken kann, ist eine neuste Erkenntnis.


Letztlich sei hier noch der Parasympathikus des vegetativen Nervensystems erwähnt. Durch die Yoga-Praxis wird dieser aktiviert. Der sogenannte "Stressnerv" Parasympathikus wird dabei unterdrückt und der Blutdruck sinkt. Die Verdauung wird angeregt, der Körper kann leichter entgiften und die Organe werden effektiver durchblutet.



4. Yoga als Antidepressiva


Klinisch und subklinisch depressive Menschen können die positiven Wirkungen des Yogas für sich nutzen. Studien zeigen, dass Yoga zusätzlich zur medikamentösen Behandlung die Abschwächung der Depressionen bedeutet - und zwar um ganze 60%.


Doch auch ohne eine Zugabe von Psychopharmaka - wie es bei Schwangerschaftsdepressionen Anwendung findet - entfaltet Yoga antidepressive Wirkungen, indem die Symptome gelindert werden.

Interessant ist der Umstand, dass die Meditationspraxis eine besondere Rolle spielt. Die positive Wirkung des Yogas ist umso höher, je mehr meditative Elemente hinzugezogen wurden.

Quelle: BDY (Hrsg.): "Yoga in Prävention & Therapie. Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme", 01/2019, S. 11.



5. Yoga ist gut fürs Herz


Im Folgenden werden medizinische Vorteile des Yogas verdeutlicht. Doch was ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist, dass das Verständnis, die Akzeptanz & die Liebe zu sich selbst beim Praktizieren von Yoga (wieder)entdeckt und erhöht werden können. Wir tun wirklich was für unser Herz - im Innen so wie im Außen.


Yoga lindert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Durch bewusstes Atmen wird frischer Sauerstoff in unsere Blutbahn befördert. Zusammen mit der Bewegung tun wir dem Herzen etwas Gutes. Und wie bereits betont, reduzieren wir durch die achtsame Praxis Stress, was das Herz ebenfalls schont.


Bereits 1975 wurde in einer Studie herausgefunden, dass Yoga-Meditation & -Atemtechniken bei Patienten und Patientinnen mit Bluthochdruck zur Reduzierung des Blutdrucks führen. Und spannender noch: die Praxis erzielte eine stärkere Verringerung als blutdrucksenkende Medikamente!


Es ist kein Wunder mehr, dass Yoga als optimale Prävention vor Herzerkrankungen dient. Doch es liegen auch einige interessante randomisierte Studien vor, die für den Einsatz des Yogas bei Menschen mit Herzerkrankung sprechen: 40 PatientInnen mit chronischer Herzinsuffizienz absolvierten einen zehnwöchigen Yoga-Kurs, welcher die Fitness und sportliche Leistungsfähigkeit deutlich steigern konnte.

"Dies ist hochbedeutsam, da PatientInnen mit Herzinsuffizienz nur sehr eingeschränkt körperlich leistungsfähig sind. Darüber hinaus reduzierte die Teilnahme am Yoga-Programm Entzündungsmarker im Blut; dies ist bedeutsam, da hohe Level von Entzündungsmarkern das Risiko an einer Herzerkrankung zu versterben deutlich erhöhen."

Quelle: BDY (Hrsg.): "Yoga in Prävention & Therapie. Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme", 01/2019, S. 14.



6. Seelisches Gleichgewicht


Körper, Geist und Seele sind untrennbar miteinander verwoben. Schwächelt ein Part, so wackelt das innere Gleichgewicht. Es ist wundervoll festzustellen, dass mentale Gesundheit immer mehr Zuwendung und die gleiche Aufmerksamkeit, wie die körperliche Gesundheit erhält. Durch Yoga lernen wir uns effektiv zu entspannen. Möglicherweise richten wir unser Denken neu aus und gewinnen eine positive, geöffnetere Haltung.

Guter Schlaf, ein kraftvoller Körper, Stressabbau, innere Ruhe & Frieden sind Elemente, die durch Yoga erfahren und in das eigene Leben integriert werden können.


Und das beste überhaupt: Yoga ist für alle!

Und damit meine ich nicht, dass wir alle den Sonnengruß perfektionieren sollen. Ich meine auch nicht, dass wir auf einmal alle die neuste Kleidung oder die hippste Matte kaufen müssen.


Yoga fängt in deinem Herzen an. In Indien heißt es, um Yoga zu machen, brauchst du nichts weiter als ein gutes Herz. Also rauf auf die Matte!

Namaste!





Quellen:

- BDY (Hrsg.): "Yoga in Prävention & Therapie. Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme", 01/2019.

- Nicole Hery-Moßmann: "Yoga: Gesundheitliche Vorteile für Körper und Seele", Hrsg. FOCUS, 08/2018.


#Yoga #Gesundheit

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